Headerbild

Förderung Unternehmensberatung

Die bundesweite Beratungsförderung für kleine und mittlere Unternehmen wurde neu ausgerichtet. Zuständig für die "Förderung unternehmerischen Know-hows" ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Wer wird gefördert?

Die "Förderung unternehmerischen Know-hows" richtet sich an

  • junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen)
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmern)
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden - unabhängig vom Unternehmensalter (Unternehmen in Schwierigkeiten)

Die Unternehmen müssen ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben und der EU-Mittelstandsdefinition für kleine und mittlere Unternehmen entsprechen.

Nicht antragsberechtigt sind unabhängig vom Beratungsbedarf:

  • Unternehmen sowie Angehörige der Freien Berufe, die in der Unternehmens-, Wirtschaftsberatung, Wirtschafts- oder Buchprüfung oder Steuerberatung bzw. als Rechtsanwalt, Notar, Insolvenzverwalter oder in ähnliche Weise beratend oder schulend tätig sind oder tätig werden wollen.
  • Unternehmen, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder die die Voraussetzungen für die Eröffnung eines solchen Verfahrens erfüllen.
  • Unternehmen, die in einem Beteiligungsverhältnis zu Religionsgemeinschaften, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder zu deren Eigenbetriebe stehen.
  • Gemeinnützige Unternehmen und gemeinnützige Vereine sowie Stiftungen.
  • Untermehmen der landwirtschaftlichen Primärerzeugung, der Fischerei und Aquakultur

Was wird gefördert?

Die Beratung für Jungunternehmen und Bestandsunternehmen kann im Rahmen der folgenden Beratungsschwerpunkte gefördert werden:

Allgemeine Beratungen

  • zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung

Spezielle Beratungen

Um Ungleichheiten zu begegnen, können zusätzlich zu den Themen einer allgemeinen Beratung weitere Beratungsleistungen gefördert werden. Hierzu gehören Beratungen von Unternehmen, die

  • von Frauen oder
  • von Migrantinnen oder Migranten oder
  • von Unternehmern und Unternehmerinnen mit anerkannter Behinderung geführt werden
  • zur besseren Integration von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Migrationshintergrund oder
  • zur Arbeitsgestaltung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Behinderung oder
  • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung oder
  • zur Gleichstellung und besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder
  • zur altersgerechten Gestaltung der Arbeit oder
  • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz beitragen.

Unternehmen in Schwierigkeiten können eine Förderung erhalten für eine Unternehmenssicherungsberatung zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Zur Vertiefung können Folgeberatungen gefördert werden.

Beratungszuschuss für KMUs mit Sitz in Baden-Württemberg:

  • Junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind: 2.000 Euro (50 Prozent der Bemessungsgrundlage von 4.000 Euro)
  • Bestandsunternehmen, ab dem dritten Jahr nach Gründung: 1.500 Euro (50 Prozent der Bemessungsgrundlage von 3.000 Euro)
  • Unternehmen in Schwierigkeiten: 2.700 Euro (90 Prozent der Bemessungsgrundlage von 3.000 Euro)

Antragstellung:

Die Antragstellung erfolgt online über die Antragsplattform des BAFA. Antragsteller und Zuwendungsempfänger ist das Unternehmen. Eine der eingeschalteten Leitstellen prüft den Antrag vor und informiert den Antragstellenden über das Ergebnis. Erst nach Erhalt dieses Informationsschreibens darf mit der Beratung begonnen und ein Beratungsvertrag unterschrieben werden. Eine rückwirkende Förderung ist ausgeschlossen.

Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten, die einen Förderzuschuss für eine Unternehmensberatung beantragen möchten, müssen vor der Antragstellung ein kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner ihrer Wahl führen. Zwischen Gespräch und Antragstellung dürfen nicht mehr als drei Monate liegen.

Eine Liste der Regionalpartner ist über die Leitstellen erhältlich.

Bestandsunternehmen können, müssen aber nicht ein solches Gespräch führen.

Ansprechpartner für weitere Informationen:

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
 Referat 413
 Frankfurter Straße 29 - 35
 65760 Eschborn

Telefon: 06196 908-1570
 Telefax: 06196 908-1800 

Homepage: www.bafa.de

08.01.16